AXA IM: Vom arabischen Frühling zum arabischen Wirtschaftswunder?

AXA IM: Vom arabischen Frühling zum arabischen Wirtschaftswunder?

 

Die Schuldenkrise der  Industrienationen und auch das Fragezeichen hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung von einigen Schwellenländern (FONDS professionell berichtete) führt dazu, dass Anleger mehr denn je nach Alternativen suchen. Eine Region, die dabei in den Fokus der Anleger rückt ist Arabien und Nordafrika (FONDS professionell berichtete). Allerdings kämpfen einige Länder immer noch mit den Auswirkungen des arabischen Frühlings, der im Dezember 2010 beginnenden Serie von Protesten, Aufständen und Revolutionen in der arabischen Welt von Nordafrika bis zur arabischen Halbinsel (der MENA-Region).

Die Umwälzungen nahmen – aus wirtschaftspolitischer Sicht – ihren Ausgang bei dem alten Wirtschaftsmodell der Region, das aufgrund einer zu großen Schattenwirtschaft und kaum Handel mit den Nachbarländern zu wenige Beschäftigungsmöglichkeiten für die wachsende Zahl von Arbeitskräften bot und die Jugendarbeitslosigkeit gefährlich anstiegen ließ. Nach einem durch die Kämpfe bedingten Abschwung ist das reale Wirtschaftswachstum Ägyptens und Tunesiens (der Länder, in denen der Aufstand begann) wieder so hoch wie vor den Protesten, absolut gesehen aber weiter niedrig, so die Experten von AXA Investment Managers (AXA IM) einem aktuellen Beitrag über die Region. Sie sind der Meinung, dass die viele arabische Länder ein reales Pro-Kopf-BIP (Bruttoinlandsprodukt) ähnlich der Türkei erreichen, wenn sie nur umfassende Reformen durchführen. In einigen Ländern (Ägypten, Iran, Jordanien und dem Irak) ist der Reformbedarf aber größer als in anderen (Marokko, Jemen, Algerien, Tunesien und Syrien).

Mehr Wachstum durch mehr Demokratie AXA IM fordert als einen Reformpunkt mehr Demokratie. Studien kämen nämlich zu dem  nämlich der Regel zu dem Ergebnis, dass mehr Demokratie das Wachstum fördert und die Konjunkturschwankungen dämpft. Nach ihrer eigenen Analyse steigt das reale Pro-Kopf-BIP nach dem Übergang zur Demokratie um durchschnittlich 2,4 Prozent. Das reale BIP in Tunesien und Ägypten ist nach einem deutlichen Einbruch im Jahr 2011 bereits jetzt wieder so hoch wie vor dem arabischen Frühling; das Wachstum war hier sogar höher als das durchschnittliche Wachstum anderer Länder beim Übergang zur Demokratie.

Weiterhin nötig sei eine Wirtschaftspolitik, die mehr Menschen am Arbeitsmarkt und dadurch am Wirtschaftswachstum teilhaben lässt. Nach Angaben der Weltbank, die das AXA IM-Team nutzt, würde dies die Arbeitslosigkeit von zurzeit 14,5 auf 8,8 Prozent in drei Jahren und 7,1 Prozent in weiteren vier bis sieben Jahren verringern. Dies würde mit einem deutlichen Anstieg des realen BIP um zunächst durchschnittlich zwei Prozent und einem massiven Anstieg des Anteils der Investitionen am BIP einhergehen. Hinzu kämen ein Abbau von Handelsschranken und eine geringere Wahrscheinlichkeit von Wirtschaftskrisen. (jb)

Interessierte Leser finden den vollständigen Beitrag (in Form einer Word-Datei) im Anschluss an diese Meldung.

 

Anhang:

Marktkommentar AXA IM Arabien

 

Quelle: FONDS professionell ONLINE - Deutschlands unabhängiges Magazin für Anlageberater

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